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| Beispiel:
Dichtigkeit von Tongesteinen |
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Tongesteine
gelten wegen der geringen Matrixdurchlässigkeit des Gesteins als bevorzugter
Untergrund für Abfalldeponien. Ehemalige Tongruben wurden in der Vergangenheit
dementsprechend meist mit Abfällen verfüllt, verschiedentlich
sogar als Sonderabfalldeponie (SAD) ausgewiesen. Allerdings wurde noch
bis in die 90er Jahre anscheinend manchmal einfach nur unterstellt, dass
das Gestein "dicht" und Verunreinigungen des Grundwassers ausgeschlossen
wären - mit dem Ergebnis, dass inzwischen Ausgaben in Millionenhöhe
auch für die Sicherung von Deponien aufgebracht werden mussten, deren
Untergrund aus Tongesteinen besteht. Geologische Ursache der mangelnden
Dichtigkeit sind in solchen Fällen natürliche Bruchstrukturen,
die Tongesteine - wie andere Gesteine auch - in einem mehr oder minder
regelmässigen Netzwerk durchtrennen können. Besondere Komplikationen
können darüberhinaus durch Störungen hervorgerufen werden,
die regelmäßig Anisotropieen der Gebirgsdurchlässigkeit
zur Folge haben.
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Polderwand
einer ehemaligen Sonderabfalldeponie in Unterkreide-Tonsteinen. Für
Geowissenschaftler leicht zu erkennen: eine Schar steil einfallender Großklüfte
schneidet die Wand spitzwinklig. Maßstab: zwei Arbeiter in Schutzanzügen
am oberen Bildrand. |