Das Wesertal-Modell
Diplom-Geologe
Dr. Dietmar Meier
Petershagen

Wesertal-Modell
Konzeption
Baumassnahmen
Presse-Berichte
Einweihung
Konzeption

Es sind eiszeitliche Vorgänge, denen das Wesertal seine heutige Gestalt verdankt: zum einen der intensiven Gesteinsverwitterung an den Talhängen der Weser und ihrer Nebenflüsse unter den extremen Klimabedingungen, zum anderen der Erosions- und Transportkraft der eiszeitlichen Weser, die riesige Mengen von Gesteinsschutt stromabwärts transportierte und in Form von Kies- und Sandbänken im Flussbett wieder abgelagerte.

Diese geologischen Zusammenhänge stellen „die Geschichte" dar, die das Wesertal-Modell erzählen soll. Seine Umsetzung erfolgt in einer künstlerischen Form. Dem geologischen Hintergrund entsprechend setzt sich das Wesertal-Modell aus verschiedenen Elementen zusammen:

6 kantige, in einfachen geometrischen Formen gestaltete Blöcke aus Gesteinsarten (Buntsandstein, Muschelkalk, Kieselschiefer, Grauwacke, Porphyr, Granit), die im Weserkies vorkommen, repräsentieren die eiszeitlichen Hänge des Wesertales. Diese Blöcke werden in einer "Hügellandschaft" auf ca. 1 m hohen Hügeln arrangiert.
Der eiszeitliche Zerfallsprozess wird durch kleine Gesteinsströme aus eckigen Bruchstücken symbolisiert, die jeweils von einer Ecke der Blöcke ausgehen. Die kleinen Gesteinsströme vereinigen sich in einem „steinernen Fluss", der die eiszeitlichen Ablagerungen im Wesertal als Ganzes repräsentiert. Dieser SteinFluss ist so gestaltet, dass flussabwärts eine zunehmende Rundung der Gerölle und eine Abnahme der mittleren Korngrösse deutlich wird.
Der SteinFluss mündet in einem Delta, deren Zentrum eine mit Kies besetzte Kugel bildet. Die Kugel symbolisiert die perfekte Rundung eines Gerölls als Endstadium beim Transport im Fluss, im Kontrast zu den eckigen Blöcken. Eine mit Rippelmarken besetzte Sandsteinplatte vor der Kugel schließlich symbolisiert die zukünftige, in geologischen Zeiträumen erfolgende Verfestigung der lockeren Weser-Ablagerungen zu einem festen Gestein.